4-Karten

Alle Karten sind zu Vergleichszwecken im gleichen Maßstab gehalten, welcher zudem jeweils am unteren Rand als Meßleiste erscheint. Hierbei sind sowohl der festländische Kilometer als auch die vinländische Meile ersichtlich. Weiterhin sind alle Karten nach Norden ausgerichtet, das heißt, die Nordweisung verläuft lotrecht zum oberen Rand.

Eingezeichnet sind naturgemäß aufgrund des Maßstabes nur die wichtigsten und größeren Land-schaftsmerkmale und –teile, ebenso auch nur die größeren und bedeutenderen Ortschaften. Grundsätzlich kann für Norgay, Norglaw und Gronland davon ausgegangen werden, daß jede eingezeichnete Ortschaft den Sitz eines Adeligen, also zumindest den eines Hetmanns wiedergibt. Aufgrund der traditionellen Siedlungsweise der Vinländer in Einzelgehöften oder bestenfalls kleineren Hofgruppen und Weilern ist daher der größte Teil der menschlichen Niederlassungen gar nicht ersichtlich und würde wegen ihres geringen Umfangs zur Darstellung auch entsprechende Teilkarten in deutlich größerem Maßstab erforderlich machen.

Auch die aufscheinenden Ortschaften wurden eher wegen ihrer Bedeutung als Adelssitz und nicht wegen ihrer tatsächlichen Größe eingezeichnet. Der Rang eines Hetmannes setzt ja eine Gefolgschaft von 50 – 60 Kämpfern und somit insgesamt etwa 300 Personen voraus, die selbst bei vollständigem Zusammenwohnen kein besonders beeindruckendes Dorf ergeben würden. Tatsächlich leben in einer solchen Ortschaft neben der Adelsfamilie selbst und den Gefolgsleuten mit besonderen Berufen, also zum Beispiel dem Schmied und den sonstigen Handwerkern und Händlern, dem Heilkundigen, dem Druiden oder Goden und so weiter zumeist aber bestenfalls die Bauern, deren Land sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet. Und da das um den Sitz des Adeligen liegende Land ja üblicherweise zumindest größtenteils eben diesem selbst gehört, wohnen die meisten Gefolgen außerhalb der eigentlichen Ortschaft in mehr oder weniger abseitigen Höfen. Tatsächlich gilt auf Vinland allgemein jedes Haus als noch zu einem Ort gehörend, das von dort aus in einem halben oder gar ganzen Tag gut zu erreichen ist.

Die Karten von Orknai und Hae Brâsil bergen naturgemäß aufgrund der geringen Kenntnisse über diese Inseln mancherlei Unsicherheit. Immerhin ist davon auszugehen, daß die Aufteilungen, Anordnungen und Beschreibungen der Landschaftsteile keine schwerwiegenden Fehler mehr aufweisen. Auch die Ortschaften dürften sich auch tatsächlich an den wiedergegebenen Stellen befinden. Allein aufgrund der Tatsache, daß über sie Kenntnis besteht, kann durchaus geschlossen werden, daß es sich wirklich um besonders bedeutsame und wohl auch recht große Ansiedlungen handelt. Ob sie aber vollzählig erscheinen und wo die sonstigen Niederlassungen der ja sicherlich nicht ausschließlich dort lebenden Bevölkerung liegen, kann lediglich vermutet werden.

Auch die Karte von Voltar muß mit gewissem Vorbehalt betrachtet werden, wenn auch mit geringerem. Gerade in der jüngeren Zeit konnten doch einige zusätzliche Dinge recht sicher in Erfahrung gebracht werden, wenn auch so manches den meisten Vinländern bisher wohl unbekannt war und hier daher erstmals zur Veröffentlichung gelangt. Insgesamt dürfte die Karte aber ein recht gutes und vollständiges Gesamtbild bieten, wenn natürlich auch nicht ausgeschlossen werden kann, daß in Zukunft noch die eine oder andere bedeutsame Änderung oder Ergänzung erforderlich werden wird.