Vinland X - Das Erwachen

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Damals und Heute

Damals.

Mit einem feuchten Brechgeräusch löst Uzrahk die Klinge seiner zweihändigen schartigen Axt aus dem Brustkorb des Bauern. Das Geschrei der Menschenweiber tönte schrill aus dem Gehöft am Rande des Feldes. Fast 7 Jahre lang hatten die dunklen Horden die Küsten Norgays im Inselreich Vinlands verwüstet. Von Niemandem wirklich aufgehalten brandschatzten die von unbekannter Hand vereinigten Orkclans aus Orknay das einst vor Leben blühende Land der ehrwürdigen Händler- und Bauerninsel.Das alles war einmal. Ja, einzelne Höfe und Weiler und wenige trutzige Felsenburgen vermochten den Horden zu widerstehen. Aber die immer wieder heranwogenden Wellen der Gewalt, der dunklen Kreaturen und Orks haben letztlich ihren Zoll an Blut und Leid eingefordert und auch erhalten. Norgay drohte in der Flut unterzugehen, verschluckt zu werden in den Fängen der Gewalt.



Heute.

Die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne lassen den Tau auf dem Gras der saftigen Wiesen glitzern und strahlen. Vögel bringen ihre Lieder in die Luft und neues Leben erblickt das Antlitz des Tages. Dort wo Eisenstiefel einst alles Leben im Keim erstickten wachsen wieder die Keime junger Pflanze.. Aus der Asche entsteht die Natur des Lebens, schließt sich der Kreislauf von Tod und neuem Wiedererstehen, zu einem Anfang voller Hoffnung. Vermehrt hört man in den Dörfern wieder das Lachen der Kinder, sieht man wieder Vieh und Landsleute auf den Gehöften und Feldern – beschützt unter den wachsamen Augen der gewappneten kampfbewährten Krieger auf ihren hohen Holztürmen. Die Dörfer und Städte scheinen wieder sicher. Die dunklen Wälder und hügeligen Landstriche jedoch... Hier finden die versprengten Schergen der letzten 7 Jahre immer wieder neue arglose Reisende und keiner hört, wie die Schreie der Opfer zwischen den hohen Bäumen dumpf verschluckt werden. Wanderer gib Acht! In der Nacht ist Dein Leben kein halbes Kupfer mehr wert.

Der Hintergrund von "Das Erwachen"
Die Insel Norgay wurde im Jahre 1103 von einer ungeheuren Horde Orks und unwirklichen Wesen aus Orknay angegriffen und nahezu überrollt. Die Überraschung war groß, die Jarls und Hetmänner uneinig, das Heer nicht auf so einen massiven Angriff vorbereitet. Die vergangenen 7 Jahre gingen als Jahre des Schreckens auf Norgay in die Geschichte ein. Vieles ist nicht mehr so wie es einmal war und viele Vinländer sind fortgezogen in fremde Länder oder wurden zerstreut. Angst und Grausamkeit herrschten seitdem und kaum jemand fand sich, dem Alpdruck ein Ende zu machen.

Aber auch die dunkle Brut wurde müde ob des Brandens und des Schlachtens und zersplitterte sich im letzten Jahr überraschend schnell wie sie gekommen war. Zurückgelassen hat sie eine Insel mit den Spuren einer langen Schreckensherrschaft. Große Städte und Festen sind in Flammen aufgegangen, die Bewohner haben sich auf das Land geflüchtet. Aber auch einzelne Weiler und Dörfer wurden nicht immer verschont und so hat fast jede Norgayer Familie einen eigenen Verlust zu beklagen.

Heute, etwa ein Jahr nachdem die letzten organisierten Feinde das Land verlassen haben, erblüht das einst malerische Norgay zu neuem Leben und strebt mit aller jungen Kraft dem Leben und dem Wiederaufbau entgegen. Viele Häuser wurden wieder aufgebaut, neue Wälle um die Lebensstätten gezogen und scharfe Schwerter geschmiedet für den Fall einer Wiederkehr der dunklen Brut.

Hetman Ulfgaer von Skollfjord, der das Jarltum zur Zeit kommissarisch verwaltet, lädt ein zum ersten Feiertag der Befreiung von der dunklen Brut. Genau ein Jahr ist es her, daß die Unterdrücker das Land verließen und das will auf typisch vinländische Art gefeiert werden!

Auf, Wanderer, gürte Dein Schwert! Greif Deinen Schild, zieh an die Brünne!

Auf nach Vinland!